Ein Ratenkredit ist ein Kredit, der einschließlich der anfallenden Zinsen in mehreren Beträgen (Raten) zurückgezahlt wird. Der normale Ratenkredit wird in monatlich gleichen Raten zurückgezahlt. Hierbei sind in der Anfangsphase der Rückzahlung die Zinsen höher als die Tilgung, nach einer gewissen Zeit verkehrt sich dies ins Gegenteil und ab einem bestimmten Zeitpunkt ist dann die Tilgung höher als die Zinsen. Das fällt besonders bei einem hohen langfristigen Kredit auf, beispielsweise einer Baufinanzierung. Dort stellt man fest, um wie viel sich der Zinsanteil jedes Jahr verringert, weil immer weniger Kapital verzinst werden muss. Bei einer kleineren Kreditsumme ist dieses nicht so auffällig.
Einen Ratenkredit beantragt man üblicherweise bei seiner Bank. Auch im Internet werden online Kredite angeboten. Immer mehr Banken stellen ihre Angebote ins Netz. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Ratenkrediten. Es gibt den Kleinkredit, normalerweise bis zu einer Summe von ca. 5.000€ und rückzahlbar in einem Zeitraum bis zu 36 Monaten. Eine weitere Ratenkreditform ist der Konsumenten- oder Anschaffungskredit, der ähnlich behandelt wird wie der Kleinkredit. Danach gibt es längerfristige Kredite für die verschiedensten persönlichen Anliegen bis hin zur Baufinanzierung, auch diese Kredite werden in Raten abbezahlt.
In fast allen Fällen einer Kreditbewilligung werden die Zinsen für die Laufzeit berechnet und der Kreditsumme zugeschlagen. Dann entstehen noch Bankgebühren und Bearbeitungskosten. Diese werden je nach Kreditvertrag ebenfalls auf die Kreditsumme aufgeschlagen oder gleich abgezogen und gar nicht erst mit ausgezahlt. Das ist unterschiedlich je nach Bank und Vertrag. Die so ermittelte Kreditsumme wird dann üblicherweise in gleich bleibenden monatlichen Raten zurückgezahlt.
Es gibt aber auch andere Möglichkeiten der Ratenzahlung. Manche Verträge sehen vor, dass das Kapital in Raten (je nach Vereinbarung monatlich, vierteljährlich oder in anderen vereinbarten Zeiträumen) zurückgezahlt wird und die Zinsen werden einmal jährlich oder in anderen Abständen zusätzlich berechnet. Auch das ist eine Form eines Ratenkredit, die heute aber eher unüblich ist und selten angewandt wird. Aber gelegentlich kommt es doch vor, vor allem im geschäftlichen Bereich bei Finanzierungen von Anlagegütern.
Ein Ratenkredit wird nicht nur von Banken angeboten, man kann auch einen Privatkredit als Ratenkredit bekommen, oder beim Einkaufen die Bezahlung durch Teilzahlungen nutzen. Auch das sind Ratenkredite. Je höher die Kreditsumme ist, umso mehr Sicherheiten erwarten die Kreditgeber, um sich gegen das Ausfallrisiko abzusichern. Genügen bei einem Kleinkredit noch die regelmäßigen Gehaltszahlungen des Arbeitgebers, so wird bei einer größeren Kreditsumme die Abtretung einer Lebensversicherung oder ähnlichem erwartet. Bei einem Autokredit wird der Fahrzeugbrief hinterlegt und bei einer Baufinanzierung eine Grundschuld eingetragen. Oftmals wird bei einer größeren Kreditsumme auch der Abschluss einer Risikolebensversicherung gefordert, um das Ausfallrisiko für den Kreditgeber zu minimieren. Die Möglichkeiten eines Ratenkredit sind vielfältig, die Zeit sich genau zu informieren muss man sich einfach nehmen. Das kann viel Geld und Ärger ersparen.
Einen Kredit in Raten zurückzuzahlen gibt es also in vielen Formen, mittlerweile am Häufigsten vertreten ist dabei sicher der Konsumentenkredit, also der Kauf von Konsumgütern auf Raten. Aber auch bei den Finanzierungen von Fahrzeugen und Immobilien sind Ratenkredite die Regel. Wichtig bei einem Ratenkredit ist immer, dass die regelmäßig zu leistende Zahlung nicht nur die Zinsen deckt, sondern auch eine Tilgung der Kreditschuld miteinbezieht.