Ein Schweizer Kredit ist ein Kredit von einer Schweizer Bank, so denken viele. Das kann sein, muss aber nicht. Unter einem Schweizer Kredit versteht man im Allgemeinen einen Kredit ohne Schufa-Auskunft. Fast alle Banken in Deutschland melden vergebene Kredite an die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung). Auch andere Tatenzahlungsgeschäfte werden dort festgehalten, ebenso Mahn- bzw. Vollstreckungsbescheide und andere Unregelmäßigkeiten. Aus diesen Gründen, oder vielleicht auch nur weil sie nicht möchten, dass andere Einsicht in diese Unterlagen nehmen können, bemühen sich viele Menschen um einen Schweizer Kredit, einen Kredit ohne Schufa-Auskunft.
Aber auch an einen Schweizer Kredit sind bestimmte Bedingungen geknüpft. Dazu gehört: man muss Arbeitnehmer sein und seit länger als 12 Monaten in der gleichen Firma beschäftigt sein, man muss unter 54 Jahren alt sein und die Höchstbeträge für einen solchen Kredit liegen im Normalfall zwischen 3.000 und 4.000 Euro pro Antragsteller. Ehegatten können also den doppelten Betrag bekommen, wenn beide Arbeitnehmer sind und die Voraussetzungen für beide zutreffen. Hindernisgründe für einen Schweizer Kredit gibt es aber auch: Weder Arbeitslose noch Rentner können einen Kreditantrag stellen, für Selbstständige gelten erhebliche Einschränkungen. Man darf weder die eidesstattliche Versicherung abgegeben haben, noch in Insolvenzverfahren stehen. Bestehende Verbindlichkeiten sind kein Hindernis, solange diese die Grenze des zwölffachen Nettolohnes nicht übersteigen.
Für einen Schweizer Kredit stellt man einen Kreditantrag, in dem die persönlichen Verhältnisse dargestellt sind, fügt die erforderlichen Belege bei (Gehaltsabrechnungen, etc) und schickt die Anfrage ab. Dies kann auch online geschehen, denn dank der heutigen Verschlüsselung kommen diese Daten sicher bei der Kreditgebenden Bank an, ohne dass andere diese einsehen können. Bereits nach kurzer Zeit erhält man vorab eine Auskunft, ob der Kredit gewährt werden kann, diese ist aber noch unverbindlich. Erst wenn der Antrag geprüft wurde und alle erforderlichen Unterlagen beim Kreditinstitut eingegangen sind, erhält man den endgültigen Bescheid.
Nun erhält man die Vertragsunterlagen und normalerweise muss man sich mit dem Postidentverfahren identifizieren, damit das Kreditinstitut sicher ist, dass die angegebenen Personendaten auch der Wahrheit entsprechen. Wenn dann der unterschriebene Antrag zurück geschickt worden ist, wird das Geld angewiesen, entweder per Scheck oder in bar durch den Postboten.
Die Rückzahlung erfolgt in monatlichen gleich bleibenden Raten, die man per Überweisung oder per Posteinzahlung erledigen kann. Die Zinsen bei so einem Schweizer Kredit sind aber höher als bei einem normalen Kredit mit Schufa-Auskunft. Dadurch wollen sich die Banken gegen das höhere Ausfallrisiko absichern. Ein Schweizer Kredit ist also kein Geschenk der Bank und auch nicht jeder kann ihn beantragen. Für viele ist er jedoch eine große Hilfe, was auch die Beliebtheit und vielfache Nutzung eines solchen Kredits erklärt.